Der Streit um die Vuvuzelas ist neu entflammt. Während einige das Lärminstrument schon als “Kulturgut” bezeichnen, ist es für andere eine “Waffe”. Dazu kommt noch, dass Wissenschaftler in Pretoria nun herausgefunden haben, dass die WM-Tröten sogar gesundheitsschädlich sind.
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Nun aber hat eine Studie von der Universität der Hauptstadt Pretoria der ganzen Sache neue, und erstmals wissenschaftlich gemessene Erkenntnisse, zu Grunde gelegt. Der anfangs beschriebene Lärm einer Vuvuzela liegt zwischen 113 und 131 Dezibel. „Das sind“, sagt Professor De Wet Swanepoel, einer von drei Autoren, die ihre Erkenntnisse jetzt im „South African Medical Journal“ veröffentlichen, „gemäß dem südafrikanischem, nationalen Standard für Lärmbelastung am Arbeitsplatz eindeutig zu viel.“ Niemand dürfe näher als zwei Meter an eine solche Lärmquelle herankommen, und das, so fügte der Wissenschaftler spaßverderberisch hinzu, schließe den Bläser ein.
Und es kommt noch schlimmer: Schon bei einem Spiel mit 25.000 Zuschauern (bei der WM werden mindestens drei-, bei Spitzenspielen viermal so viele Fans erwartet) steigt der Lärmpegel auf bis zu 144 Dezibel, „somit können unbeteiligte Zuschauer innerhalb des Zweimeterradius einen permanenten Gehörschaden davontragen“, so die Forscher. Kein Wunder, dass die LOC-Oberen umgehend Sturm liefen. Die Studie sei „unwissenschaftlich“ und könne rein gar nichts beweisen, verkündeten sie. Sprecher Rich Mkhondo sagte: „Das hat mit uns nichts zu tun.“
Quelle: Die Welt

