Die FIFA hat bestätigt, dass die Vuvuzela-Trompete, eines der lautstärksten und markantesten Symbole des südafrikanischen Fussballs, bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ in den Stadien erlaubt sein wird.
Die Vuvuzela ist eine etwa 30 cm lange Trompete aus Kunststoff, die mit großer Inbrunst von südafrikanischen Fussballfans benutzt wird, um den Spielen der heimischen Meisterschaft eine einzigartige Atmosphäre zu verleihen.

David Will, FIFA-Vizepräsident ehrenhalber und Vorsitzender des FIFA Ticket-Komitees, gab bekannt, dass Vuvuzelas in den FIFA WM-Stadien erlaubt sein werden. Das Komitee müsse sich jedoch das Recht vorbehalten, diese Genehmigung zurückzuziehen, wenn sich während der Spiele daraus Sicherheitsprobleme ergeben.

Der Ursprung des Wortes Vuvuzela ist ungewiss. Es könnte von einem Wort aus der Zulu-Sprache kommen, das “Lärm machen” bedeutet. Denkbar ist aber auch, dass es aus dem Slang der Townships kommt, und so etwas wie “Dusche” bedeutet, da das Getöse mehrerer Vuvuzelas “die Menschen mit Musik förmlich überschüttet”.

Ihr musikalischer Wert ist zwar umstritten, doch die Vuvuzelas sorgen bei Fussballspielen in Südafrika für ein lautstarkes Getöse und gelten als unabdingbares Symbol und als Inbegriff des südafrikanischen Fussballs: leidenschaftlich und begeisterungsfähig.

Die Entscheidung, die in zahlreichen Farben hergestellten Vuvuzelas bei einem FIFA-Wettbewerb zuzulassen, wird beim FIFA Konföderationen-Pokal im Juni 2009 erstmals auf die Probe gestellt.

Als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am 15. Mai 2004 im World Trade Center in Zürich Südafrika als Ausrichter der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ bekannt gab, erhob sich ein lautstarkes Getöse, und selbst die südafrikanischen Minister griffen zu ihren Vuvuzelas.

Journalisten aus aller Welt, die die Vuvuzelas erstmals am Tag vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ in Durban beim Spiel zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs gehört hatten, beschrieben die Partie als “Dezibel-Derby” und als “ohrenbetäubendes Aufeinandertreffen der erbittertsten Rivalen des südafrikanischen Fussballs”.

In internationalen Berichten über dieses Spiel hieß es: “Wenn man den Lärm nimmt, den die Fans an der Anfield Road, im St. James Park und auf Schalke zusammen verursachen, und diese Lautstärke verdreifacht, hat man eine ungefähre Vorstellung des Getöses, das eine Stunde vor dem Anstoß begann und erst nach dem Schlusspfiff endete”.

LOK-Haupt-Geschäftsführer Dr. Danny Jordaan stellte klar, dass es “die lauteste WM aller Zeiten” werden würde.

“Viele Länder haben ihre eigenen Bräuche, mit denen sie den Weltfussball bereichern. Die Mexikaner etwa führten bei der Weltmeisterschaft 1986 die La-Ola-Welle ein, die sich seitdem zu einem festen Bestandteil aller sportlichen Veranstaltungen entwickelt hat. Südafrika hofft, dass die Vuvuzela sich als einzigartiger Bestandteil dieser ganz besonderen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auf afrikanischem Boden etabliert, in deren Mittelpunkt Party, Lärm, Gesang und Tanz stehen werden”, sagte Dr. Jordaan.

Quelle: FIFA